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Saturday, 12. June 2004

Die Produktion von pflanzlicher und tierischer Nahrung mit hoher Intensität führen zu immer höherer Boden-, Luft- und Wasserbelastung. Durch Verbrennung von fossilen Energien ist die Qualität der Luft zunehmends gefährdet. Es ist dringend notwendig, Wege zu finden unsere Energie CO2-neutral zu produzieren. Gleichzeitig ist es wichtig, der Landwirtschaft eine Alternative zur Flächenstillegung zu bieten.

Die Miscanthus Pflanze (Chinaschilf) gehört zu den C4-Schilfpflanzen. Sie ist ein biologisch abbaubarer und nachwachsender Rohstoff. Da Miscanthus perennierend (überdauernd) ist, muss es nur einmal angepflanzt werden. Die Felder müssen also nur bei der Ernte im Frühling befahren werden, was unnötige Bodenverdichtung verhindert.

Miscanthus ist so wiederstandsfähig, dass in der Regel auf Pflanzenschutzmittel verzichtet werden kann. Durch das abfallende Blattwerk, ist ein natürlicher Nährstoffkreislauf gewährleistet und Dünger grösstenteils überflüssig. Somit wird das Grundwasser nicht belastet.

Die gleiche Kultur lässt sich so bis zu 30 Jahre nutzen. Die alternative Flächennutzung durch Miscanthus entlastet den gesättigten inländischen Getreidemarkt und wirkt so der Überproduktion von Nahrungs- und Futtermitteln entgegen. Die ganzjährige Bodendeckung ab dem zweiten Standjahr verhindert die Erosion.

In der Schweiz werden ca. 240 ha Miscanthus angebaut. Die Landwirte sind in der Interessengemeinschaft Miscanthus organisiert. Die IG koordiniert den Anbau, die Ernte und die Vermarktung des Rohstoffes. Sie entwickelt zusammen mit Gewerbe und Industrie neue Produkte und erschliesst Absatzmärkte.

 

Letzte Aktualisierung ( Sunday, 24. August 2008 )